Warum ist sie notwendig?
Wenn bei einer Koronarangiographie eine deutliche Verengung oder ein Verschluss der Herzkranzgefäße festgestellt wird, ist die Durchblutung des Herzmuskels beeinträchtigt. Dies kann Brustschmerzen (Angina pectoris) oder im akuten Fall einen Herzinfarkt verursachen. Die Angioplastie ist die Methode der Wahl, um diese Verengungen zu öffnen, den normalen Blutfluss wiederherzustellen und zukünftigen Herzereignissen vorzubeugen.
Durchführung der Behandlung
Die Angioplastie wird oft im direkten Anschluss an die Herzkatheteruntersuchung oder als geplanter Eingriff durchgeführt, meist über die Radialarterie (am Handgelenk) unter örtlicher Betäubung. Ein Spezialkatheter mit einem winzigen Ballon an der Spitze wird zur verengten Stelle vorgeschoben. Dort wird der Ballon aufgeblasen, um das Gefäß zu weiten. Anschließend wird ein kleines Metallgitterröhrchen, ein sogenannter Stent (oft medikamentenbeschichtet), eingesetzt. Dieser wirkt wie ein Gerüst und hält das Gefäß dauerhaft offen. Der Eingriff ist in der Regel schmerzfrei; Sie spüren möglicherweise nur einen leichten Druck in der Brust, wenn der Ballon entfaltet wird.
Mögliche Komplikationen
Die Stent-Implantation ist ein sehr sicherer Routineeingriff. Wie bei jedem medizinischen Verfahren gibt es geringe Risiken wie einen Bluterguss an der Einstichstelle oder eine leichte allergische Reaktion auf das Kontrastmittel. Seltene Komplikationen (unter 1 %) umfassen Gefäßverletzungen, Rhythmusstörungen oder die Bildung eines Blutgerinnsels im Stent. Schwere Komplikationen wie ein Herzinfarkt oder Schlaganfall während des Eingriffs sind extrem selten.
Nach der Behandlung
In der Regel bleiben Sie zur Überwachung eine Nacht im Krankenhaus. Sie erhalten genaue Verhaltensregeln für die Zeit danach. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Sie die verschriebenen blutverdünnenden Medikamente (Thrombozytenaggregationshemmer) exakt nach ärztlicher Anweisung einnehmen, um Gerinnsel im Stent zu vermeiden. Innerhalb weniger Tage können Sie meist in Ihren normalen Alltag zurückkehren.

