Supraventrikuläre und ventrikuläre Arrhythmien

Warum ist sie notwendig?

Wenn Medikamente die Symptome nicht ausreichend kontrollieren können oder Nebenwirkungen verursachen, ist die Katheterablation eine äußerst effektive Behandlungsalternative. Ziel ist es, die Bereiche im Herzen  elektrisch zu isolieren, aus denen die fehlerhaften elektrischen Impulse stammen, die das Flimmern auslösen.

Durchführung der Behandlung

Der Eingriff findet im elektrophysiologischen Labor statt, meist unter tiefer Sedierung (Dämmerschlaf) oder leichter Vollnarkose, sodass Sie keine Schmerzen spüren. Über die Vena femoralis (in der Leiste) werden dünne Katheter bis zum Herzen vorgeschoben. Mithilfe modernster 3D-Mappingsysteme lokalisiert der Arzt die Störquellen. Anschließend wird entweder Hitze (Radiofrequenzablation) oder extreme Kälte (Kryoablation) eingesetzt, um winzige Narben zu erzeugen. Diese Narben blockieren die Ausbreitung der falschen elektrischen Signale.

Mögliche Komplikationen

Die Ablation ist ein sicheres und etabliertes Verfahren, jedoch komplexer als eine einfache Herzkatheteruntersuchung. Die häufigste (aber gut behandelbare) Komplikation ist ein Bluterguss an der Einstichstelle in der Leiste. Seltenere Komplikationen sind Flüssigkeitsansammlungen im Herzbeutel (Perikarderguss) oder Verletzungen von benachbarten Gefäßen oder Nerven. Schwere Komplikationen wie ein Schlaganfall oder Verletzungen der Speiseröhre sind dank strenger Sicherheitsmaßnahmen während des Eingriffs extrem selten (unter 1 %).

Nach der Behandlung

Nach dem Eingriff müssen Sie einige Stunden strenge Bettruhe einhalten, um Nachblutungen in der Leiste zu vermeiden. Der Krankenhausaufenthalt dauert in der Regel 1 bis 2 Tage. Es ist völlig normal, dass Sie in den ersten Wochen noch gelegentliches Herzstolpern spüren, da das Gewebe Zeit zur Heilung benötigt. Blutverdünnende Medikamente müssen nach unseren genauen Anweisungen vorerst weiter eingenommen werden.